Die Hauptbelastungsfaktoren in der Ernährung

Du hast häufig Bauchweh, deine Verdauung arbeitet nicht wirklich gut, der Stuhl ist manchmal zäh und klebrig, dann wieder zu fest, der Bauch oft gebläht, Kopfschmerzen plagen dich und/ oder Ekzeme und Hautausschläge? Oder sogar Haarausfall und brüchige Nägel? Du hast den Verdacht schon selbst mehrmals gehabt, dass da eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder sogar Allergie zugrunde liegen könnte. Vielleicht hast du auch schon andere, dir bekannte Allergien… und du möchtest jetzt heraus finden, was mit dir los ist und wie du dir helfen kannst. Denn beim Arzt warst du schon mehrmals – aber weiter geholfen wurde dir dort nicht wirklich – außer dass dir gesagt wurde, dass du nichts schlimmes hast. Was ja an sich schon mal gut ist, oder?

Es ist sehr wichtig deine Beschwerden stets zuerst schulmedizinisch abzuklären, bevor du in den Selbstversuch oder zum Heilpraktiker gehst. Zum einen, weil es darum geht, schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen, zum anderen, weil deine Krankenkasse dort auf jeden Fall die Kosten für aus ihrer Sicht notwendige Untersuchungen übernimmt. Ich freue mich immer, wenn dein Arzt schon eine saubere Basisdiagnostik gemacht hat und ergänze dann sehr gern mit meinen Möglichkeiten in Bezug auf Bioresonanz oder auch mit Stuhluntersuchungen über das Labor.

Ich gehe jetzt auch mal davon aus, dass du dein Essen in Ruhe verzehrst (steinzeitlich wurde das Essen gejagt/ gesammelt = Stress, aber gegessen und verdaut wurde es dann in Ruhe. Darauf sind wir vegetativ immer noch eingestellt), … jeden Bissen gründlich kaust (dein Magen hat keine Zähne) … und wenig bis gar nichts direkt beim Essen trinkst (verdünnt dir etwas die Magensäure, verändert den pH Wert). Trinken tust du am liebsten Wasser, eher still – und zwar ca. 2 Liter täglich – außerhalb der Mahlzeiten.

Wenn das nicht so ist, fängst du erstmal damit an.

Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Enzymopathien, Intoleranzen und Allergien kommt es in der Bioresonanztestung regelmäßig vor, dass sich als Hauptbelastung aus der Kategorie der Lebensmittel folgende vier Nahrungsmittel heraus kristallisieren:

(unter der Voraussetzung, dass diese in den Wochen vor der Testung verzehrt worden sind)

  • Kuhmilch
  • Weizen
  • Hühnerei
  • Schweinefleisch

Das kannst du aber auch ganz einfach für dich selbst heraus finden. Dazu schreibst du zunächst unter Beibehaltung deiner gewohnten Ernährung über mindestens drei Wochen ein Ernährungstagebuch. Je genauer desto besser. Deine Beobachtungen hälst du genau fest. Evtl. kannst du dabei schon ein bestimmtes Muster im Auftreten deiner Beschwerden entdecken.

Danach verzichtest du auf alle vier oben genannten Nahrungsmittel. Nach drei Wochen völliger Karenz…

(Achtung! Ihr glaubt nicht, wo Weizen und Co überall versteckt sein können! Inhaltsstoffe durchlesen und selber kochen!)

… wird dann Woche für Woche eins nach dem anderen wieder zugeführt und beobachtet und protokolliert, was geschieht. Sollte nach einem wieder eingeführten Nahrungsmittel die Beschwerde- Symptomatik wieder losgehen, hast Du den Übeltäter identifiziert und lässt ihn weiterhin weg.

Danach ist die Sache meist klar – und falls das Weglassen dir keinerlei Schwierigkeiten bereitet hat, dann ist auch klar, wie die „Therapie“ aussieht. Nur das essen, was vertragen wird!

Die Frage ist nun, durch was ersetze ich diese Sachen, wenn ich meine gewohnte Ernährung nicht gleich komplett umkrempeln will?

Hier ein paar Vorschläge aus meinem persönlichen Repertoire – natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit und sehr subjektiv aus meinem Geschmacksempfinden heraus. Verstehe es einfach als Anregung, selbst auf Entdeckungsreise durch die Lebensmittelgeschäfte zu gehen.

Also, los geht’s!

KUHMILCH und daraus hergestellte Produkte:

Milch.

Es gibt inzwischen eine breite Palette an Pflanzenmilch. Der Klassiker ist die Sojamilch. Oder auch die Mandelmilch.

Ich persönlich bevorzuge allerdings Cashewmilch. Ungesüßt von Provamel (Bioladen). Man kann sie zum Kaffee genauso aufschäumen wie Milch  nur sollte der Kaffee schon etwas abgekühlt sein, die Cashewmilch nicht zu heiß gemacht worden sein – sonst flockt sie leider aus. Geschmacklich macht das nichts, ist nur optisch unschön anzuschauen.

Im Müsli oder Frühstücksbrei geht jede Pflanzenmilch ganz gut.

Butter.

Pflanzenmargarine aus dem Bioladen ist hier eine gute Alternative. Zum Beispiel die Alsan- Biomargerine. Mit der kannst du auch braten und backen. Oder du tunkst dein Brot mal einfach in ein kleines Schälchen mit gutem Olivenöl und ißt Tomate und Basilikum dazu… für die herzhaften unter uns eine gar nicht so schlechte Idee!

Joghurt.

Sojajoghurt kann eine Alternative sein, wenn Ziegen- und Schafjoghurt geschmacklich indiskutabel erscheinen oder der Austausch tierfrei sein soll. (Ist ja auch immer mal einen Versuch wert).

Sahne.

Ich bevorzuge die Hafersahne von Oatly. Auch sie darf nicht zu hoch erhitzt werden, weil sie sich sonst in ihre Bestandteile auflöst. Jedoch geht es prima, sie zum Beispiel einfach zum Schluß in eine Soße, Suppe oder ein Gericht einzurühren. Schmeckt zwar nicht nach Sahne – aber verfeinern im Sinne der Sahne klappt dennoch.

Ich mag sie sehr im Black Chai Tee. Dann braucht es für mich noch nicht mal mehr Kaffee.

Käse.

Bei den veganen Produkten findet man Käse auf Basis von Nüssen oder fermentierten Cashewkernen. Vorsicht vor den Chemiebomben, die man mal Analogkäse nannte und schwer verurteilte. Die gibt es leider immer noch. Jetzt als fragwürdige Lifestyle- Produkte für die vegane Küche. Davon lieber die Finger lassen!

Für eine Käsesoße kannst du weißes Mandelmus mit etwas Wasser und Hefeflocken vermischen und mit Salz würzen.

Vielleicht geht es aber einfach mal eine Zeit auch ohne Käse.

 

WEIZEN

Auch Hartweizen- Grieß, -nudeln, Weizenbier, Weizenkeimöl, Gluten aus Weizenprotein und ähnliches weglassen!

Merke:

Eine weizenfreie Ernährung ist aber nicht gleichbedeutend mit einer glutenfreien Ernährung.

(Eine Gluten- freie Ernährung macht nur dann Sinn, wenn eine Autoimmunerkrankung (Zöliakie) oder eine nachgewiesene Allergie gegen Gluten vorliegt. Das ist aber nicht sooo häufig der Fall.)

Gluten ist in allen Getreiden in unterschiedlichem Ausmaß vorhanden.

Meist lässt sich der Weizen sehr gut durch Dinkel ersetzen, der deutlich verträglicher ist. Auch Emmer oder Kamut gibt es. Zumindest im Bioladen.

Auch Haferflocken können eine gute Frühstücksalternative sein.

Dinkel- Pasta bekommt man z.B. ganz einfach im dm Drogeriemarkt von Allnatura. In den Bioläden oder im Internet inzwischen völlig problemlos aus allem Möglichem. Die Klassiker waren Mais- und Reisnudeln. Inzwischen gibt es auch Nudeln aus Buchweizen, Kichererbsen, Linsen und so weiter. Auch interessant: die Konjak Nudel (Fett-, Zucker- und Glutunfrei).

Von wegen Verzicht! Ich würde das eher Vielfalt und Abwechslung nennen 🙂

 

HÜHNEREI

Manchmal bekommt man Wachteleier. Die schmecken sehr fein und Wachteln sind anspruchsvoll in der Haltung. Da macht man auch vom Tierschutz her nix verkehrt. Allerdings sind sie klein und so braucht man ganz schön viele für ein Rührei.

Der generelle Eier – Ersatz kommt auch hier als Anleihe aus der vergangen Küche:

Für ein Rühr“ei“: Naturtofu wird zerbröselt und angebraten. Ein wenig Mandelmus macht es cremig und Kurkuma sorgt für die gelbe Farbe. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ein Gewürzsalz aus Indien Kala Namak sorgt per Schwefel für den überzeugenden Eiergeschmack. Eine Prise davon genügt!

Damit kannst du auch Eiersalat herstellen. Lass dann evtl. das Mandelmus weg. damit deine Masse bröseliger bleibt.

Zum Backen kannst du es mal mit einem Löffel Sojamehl pro Ei oder einer gequetschten Banane versuchen.

Für eine Mayonnaise nimmst du 200 ml Sojamilch, 150 ml Rapsöl, einen guten Esslöffel voll Weißweinessig, einen Teelöffel Senf, einen Teelöffel Agavendicksaft, Salz und Pfeffer und einen Teelöffel Guarkernmehl. Ab in den Mixer damit – und fertig.

 

SCHWEINEFLEISCH

Als Ersatz für den Speck und die Frühstücks- oder Vesperwurst empfehle ich Wurstwaren, Pastrami oder Rauchfleisch vom Rind. In türkischen Läden findet man da oft tolle Sachen!

Auch Geflügelschinken ist eine Alternative.

Vorsicht bei der Wurst – da kann wieder der Weizen drin versteckt sein…

 

Ein Tipp noch fürs Essen im Restaurant:

Am besten du informierst gleich bei der Tisch- Reservierung darüber, dass du von einer Allergiebetroffen bist und xy keinesfalls essen kannst. Mit der Allergieansage ist schon mal klar, dass es ernst zu nehmen ist. Und mit der Ankündigung vorab gibst du den Leuten die Chance, sich darauf einzurichten und dich gut beraten zu können, welche Gerichte für dich in Frage kommen.

Uns wurde sogar im Urlaub und auf Reisen in den Hotelsund Restaurants überall freundlich weiter geholfen. Und für den Notfall hatte ich einfach immer selbst etwas aufbackbares Brot dabei.

 

So, das ist doch machbar, oder?

Dein Ernährungstagebuch kann folgendermaßen aussehen:

Es hat sieben Spalten…

  1. Datum
  2. Uhrzeit
  3. Gegessen (Was, wieviel?)
  4. Getrunken (Was, wieviel?)
  5. Stimmung/ Umfeld
  6. Gefühl
  7. Symptom

… wie du es genau aufteilst bleibt Dir überlassen.

 

Hast du den Übeltäter herausgefunden kann das Weglassen allein dir schon helfen dich besser zu fühlen. Bis sich dein Darm regeneriert und sich eine gute Bakterienflora einstellt kann es aber Monate dauern.

Die Imotox Heilerde von Luvos kann dir helfen Giftstoffe zu binden und auszuscheiden. Damit heilen Entzündeten schneller ab. Du solltest sie aber nur kurmäßig einsetzen und immer wieder mal eine Pause machen. Sonst kann es zu Verstopfung kommen.

Wenn mal alles soweit in Ordnung und stabil ist, brauchst Du meist keine strenge Karenz mehr einzuhalten.

Noch ein Tipp: Bedenke dass Zucker (vor allem weißer Industriezucker) deine Beschwerden verstärken kann. Das hat verschiedene Gründe. Nicht selten gibt es ein Übermaß an Candida auf den Schleimhäuten, wenn Allergien vorliegen. Das ist ein Hefepilz, der nicht nur schlechte Eigenschaften hast – so bindet er zum Beispiel Schwermetalle und macht sie für den Körper ungefährlich. Im Übermaß allerdings kann er selbst auch zu allergieähnlichen Symptomen führen. Er liebt Zucker! Und er ist es, der manchmal Heißhunger verursacht, weil er einfach Zucker aus dem Blut holt und dich somit in den Unterzucker schickt… Zucker nährt auch Entzündungen. Er ist einfach für gar nichts gut in dieser Form. Lass ihn weg.

Wenn, verwende braunen Zucker bzw. Roh- Rohrzucker oder Honig. Oder probiere mal, was es sonst noch gibt: Agavendicksaft, Kokosblütenzucker, Stevia, Apfel- oder Birnendicksaft … und verwende einfach immer weniger Zucker. Zucker ist ein Genussmittel und im Übermaß darf man durchaus von einer Sucht sprechen. Dosissteigerungen inbegriffen. Das geht aber auch anders und dein Geschmackssinn wird sich erholen und viel viel feiner werden, wenn du in sparsam einsetzt.

 

Es ist allerdings möglich, dass Deinen Beschwerden noch andere Ursachen und verstärkende Faktoren zu Grunde liegen. Oder dass Deine Beschwerden so schlimm sind, dass du nicht abwarten magst, bis sich mit der Zeit der Darm regeneriert. Es gibt Möglichkeiten das zu beschleunigen.

In meiner Naturheilpraxis kann ich Dich persönlich und individuell unterstützen.

Dazu arbeite ich diagnostisch und therapeutisch mit Bioresonanz, Laboranalysen, Gespräch und Beratung – nicht nur im Hinblick auf die Ernährung; und setze bei Bedarf Homöopathie, Bachblüten und andere bewährte Mittel aus der Naturheilkunde ein.

Mehr Info dazu findest du auf meiner Website.

Herzlichen Dank für deine Aufmerksamkeit und gute Besserung,

deine Bettina